Norbert Walk

HDRI

Bei HDRI (High Dynamic Range Image) handelt es sich um Fotografien die einen erhöhten Kontrastumfang abbilden. In der Natur können sehr hohe Kontrastumfänge (1:1 Million oder mehr) vorkommen. Das menschliche Auge kann etwa 1:100'000 verarbeiten, ein Schwarzweiss Negativfilm etwa 1:300 bis 1:4000 (je nach Typ), ein Farbnegativfilm etwa 1:300 bis 1:1000 und ein digitaler Kamerasensor etwa 1:100 bis 1:1000. Ein gut eingestellter Monitor kann etwa einen Kontrastumfang von 1:500 darstellen. Der Kontrastumfang von Fotopapier ist in der Regel kleiner als 1:100.

Bei Objekten mit hohen Kontrasten wird man beim Fotografieren sowohl in den Schatten als auch in den Lichtern Zeichnung verlieren. Bei der HDR Fotografie versucht man diese Problem durch mehrere unterschiedlich belichtete Bilder zu lösen. Mit Hilfe spezieller Bildbearbeitungsprogramme werden diese Bilder zu einem HDR Bild mit einem Kontrastumfang von etwa 1:100'000 verrechnet. Dieses HDR Bild wird dann wieder mit speziellen Algorithmen auf einen "nutzbaren" Kontrastumfang von 1:100 bis 1:500 komprimiert.

Damit die ganze Sache funktioniert, mussen die Ausgangsbilder absolut deckungsgleich aufgenommen sein. D.h. stabiles Stativ, gleiche Entfernungs- und Brennweiteneinstellung, gleiche Blende, gleicher Weissabgleich. Die Belichtung wird ausschliesslich über die Zeit gesteuert. Je nach Motivhelligkeit werden 3 bis 7 unterschiedlich belichtete Bilder benötigt. Z.B. -3 Blenden; 0 Blenden und +3 Blenden. Die Bilder können digital (am besten mit RAW), oder analog auf Film aufgenommen werden. Die Filme müssen natürlich vor der Verarbeitung eingescannt werden. Aus diesen Anforderungen ist zu erkennen, dass diese Art der HRD Fotografie nur mit statischen Motiven funktioniert. Bewegte Objekte erzeugen bei der Verrechung sofort Probleme und sind im fertigen HDR Bild als Unschärfen, Schatten oder Geisterbilder zu sehen.

Ich verwende für meine HDR Bilder zwei unterschiedliche Bildbearbeitungsprogramme: easyHDR und Photomatix. HDR Bilder sind in der letzten Zeit vermehrt in Fotozeitschriften, Internetseiten etc. zu sehen, und meistens sofort durch den typischen (unnatürlichen) "HDR Touch" zu erkennen. Dieser "HDR Touch" kommt durch die Komprimierung des HDRI's zustande und hängt im wesentlichen von den Einstellungen ab die der Benutzer and der HDR Software durchführt. Ich persönlich bevorzuge eine "dezente" Komprimierung, damit das fertige Bild nicht auf den ersten Blick als HDR Bild zu erkennen ist. Trotzdem sollte es aber keine relevanten Zeichnungsverluste in den Lichtern und Schatten aufweisen.

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.